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AP 1.1: Stoffliche und einrichtungsspezifische Belastungen

Neben Krankenhäusern zählen auch andere Einrichtungen zu den Emittenten von Arzneimittelwirkstoffen und Keimen in das Abwasser. Jedoch ist nicht belegt, wie die Anteile des Eintrags sich auf diese unterschiedlichen Einrichtungen wie Altenheime, Ärztehäuser; Hospize etc. aufteilen.

Eine besondere Rolle kommt der Wirkstoffgruppe der Antibiotika zu, die aufgrund ihrer Eigenschaften besonders schwerwiegende Folgen für die aquatische Umwelt aufzeigen können. Zudem wächst die Bedeutsamkeit von multiresistenten nosokomialen Infektionserregern, die ebenfalls in solchen Einrichtungen ins Abwasser eingetragen werden. Die Entstehung solcher Krankheitserreger ist nicht zuletzt auf die weitverbreitete Anwendung von Antibiotika zurückzuführen.

Vor diesen Hintergründen werden im vorliegenden Arbeitspaket die Einträge von unterschiedlichen Medikamenten aus unterschiedlichen Einrichtungen des Gesundheitswesens untersucht, mit besonderem Augemerk auf die Stoffgruppe der Antibiotika, um die im Abwasser zu erwartenden Konzentrationen zu ermitteln.

Inhalte:

  • Detaillierte Bestandsaufnahme des Verbrauchs und Eintrags von Arzneimittelwirkstoffen ins Abwasser des Ortenau-Klinikums und insbesondere seiner Pflegeeinrichtungen
  • Berechnung der zu erwartenden Konzentrationen der Arzneimittelwirkstoffe in den Abwasserströmen und in ausgewählten Fällen deren analytische Überprüfung
  • Korrelation des Antibiotikaverbrauchs mit der in den Einrichtungen und im Abwasser vorgefundenen Resistenzsituation

Ziele:

  • Abgeschlossene Problemanalyse und Bilanzierung der ins Abwasser eingetragenen Stoffmengen
  • Abgeschlossene Analysen der Antibiotika-Resistenzen
  • Kategorisierung der Einrichtungen und Risikobeschreibung unter Berücksichtigung der hochgerechneten bundesweiten Gesamtbelastung

Beteiligte Projektpartner:

Ansprechpartner:

Dr.-Ing. Oliver Olsson
INUC - Institut für Nachhaltige Chemie und Umweltchemie, Leuphana Universität Lüneburg
Scharnhorststr. 1, 21335 Lüneburg,
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