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Arzneimittel verantwortungsvoll entsorgen

Im Rahmen des Projektes SAUBER+ wurde eine Broschüre entworfen, die die Entsorgungsfrage alter bzw. ungenutzter Arzneimittel behandelt und dabei auch die heterogene Entsorgungssituation in Deutschland abbildet. Diese Broschüre wurde unter anderem mit Fokusgruppen erarbeitet und weiterentwickelt.

Dieser Infoflyer ist unter Downloads zu finden

Vorsorglich handeln für saubere Gewässer – und wer zahlt?

Seit Ende der 1990er Jahre erfährt die Gewässerbelastung mit Arzneimitteln erhöhte wissenschaftliche und politische Aufmerksamkeit. Seither wächst die Überzeugung, dass der Arzneimitteleintrag in Gewässer im Rahmen eines vorsorgenden Umwelt- und Gesundheitsschutzes verringert werden sollte. Im Sinne des Vorsorgeprinzips sollten entsprechende Maßnahmen (technischer, organisatorischer oder z.B. bildungsbezogener Art) v.a. an den Quellen des Eintrags in den Wasserpfad ansetzen. Vor diesem Hintergrund stellt sich auch die Frage nach der Finanzierung solcher Vorsorgemaßnahmen. Im Rahmen des Projekts SAUBER+ fand ein Workshop zum Thema „Vorsorglich handeln für saubere Gewässer – und wer zahlt?“ mit Rechtsexperten statt. Das Protokoll des Workshops ist hier zu finden.

Ärztliche Fortbildungsveranstaltung am 20. Oktober 2014 im Ortenau Klinikum

Annähernd 40 Ärztinnen und Ärzte nahmen an einer Fortbildungsveranstaltung teil, in der wichtige Befunde des SAUBER+ Vorhabens präsentiert und zur Diskussion gestellt wurden. Zwei überblicksartige Vorträge der Projektbeteiligten Prof. Jonas zur Epidemiologie von Antibiotika-Resistenzen sowie Prof. Kümmerer zu Arzneimitteln im Wasserkreislauf wurden ergänzt um einen Beitrag von Herrn Dr. Auer, der in seiner Funktion als Leiter der Klinikhygiene im Ortenau Klinikum die Aktivitäten der hausinternen „Antibiotic Stewardship“-Arbeitsgruppe vorstellte.

Anknüpfend an die Themen der jeweiligen Beiträge entspannten sich lebhafte Diskussionen zwischen den Referenten und dem Plenum, in dem neben Angehörigen des Klinikums auch zahlreiche niedergelassene Ärztinnen und Ärzte aus der Region vertreten waren. Dabei stand bei den Ärztinnen und Ärzten vor allem die Frage im Mittelpunkt, wie sie durch veränderte Arbeits- und Verhaltensroutinen einen persönlichen Beitrag zur Reduzierung der skizzierten Gefahrenpotenziale leisten können.

Die Teilnahme an dem nach einhelligen Rückmeldungen für alle Beteiligten sehr interessanten Programm wurde von der Landesärztekammer Baden-Württemberg als medizinische Fortbildung anerkannt und mit 3 CME-Punkten honoriert.

Neue Veröffentlichung Dezember 2014

„Partizipative Szenarioverfahren – zur methodischen Ableitung von Zukunftsbildern. Das Projekt SAUBER+ als Beispiel“. Heide Kerber, Engelbert Schramm und Martina Winker: ISOE-Materialien Soziale Ökologie Nr. 38, Frankfurt am Main

 

Partizipative Szenarioverfahren werden vielfach in der Nachhaltigkeitsforschung angewendet. Zu den Vorteilen zählen: Praxiswissen macht die Zukunftsbilder robuster, strategisches Denken wird gefördert, ein kreativer Diskussionsrahmen entsteht. Nur wie werden narrative Szenarien im transdisziplinären Kontext entwickelt?

Die vorliegende Arbeit versteht sich als differenzierte methodische Beschreibung. Der Erfahrungsbericht legt am Forschungsprojekt SAUBER+ die einzelnen Arbeitsschritte der Szenarioentwicklung offen und diskutiert ihren Stellenwert. Die Vorgehensweise im Projekt wird kritisch reflektiert; daraus werden Hinweise für die Verwendung partizipativer Szenarien in anderen Forschungsprojekten abgeleitet.

Das Dokument steht hier kostenlos zum Download bereit.

Neue Veröffentlichung Mai 2014

Arzneimittelwirkstoffe: Zwei Zukunftsszenarien zur Verringerung der Gewässerbelastung. Innovative Maßnahmen zur Risikominderung im Bereich der Humanmedizin. Heide Kerber, Engelbert Schramm und Martina Winker: ISOE-Studientexte Nr. 22. Frankfurt am Main

 

Arzneimittelrückstände lassen sich heute in nahezu allen Gewässern nachweisen. Die Spurenstoffe gelangen meist über das Abwasser in die Umwelt. Auch wenn es sich um sehr geringe Konzentrationen handelt, werden Risiken für Umwelt und Menschen vermutet. Aus Umweltschutzgründen in Verfolgung des Vorsorgeprinzips ist daher ihr Eintrag möglichst zu reduzieren.

Im Austausch mit den Stakeholdern des Projektes entstanden zwei Zukunftsszenarien. Diese beschreiben von heute bis zum Jahr 2030 umwelttechnische und gesundheitspolitische Maßnahmen sowie innovative Ansätze in der Arzneimittelentwicklung, welche die Einträge in die aquatische Umwelt beeinflussen können.

Das Dokument steht hier kostenlos zum Download bereit.